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Das hätten wir von ihm nicht erwartet…! Vielleicht von unserem Zubi. Aber von ihm, Petr Cech… vom Welttorhüter des Jahres!? Nein, von ihm hätten wir das nicht erwartet.
Da führt sein Team eine Viertelstunde vor Schluss mit 2:0 Toren. Die Türken scheinen K.O., als es überraschenderweise doch noch klingelt im Tschechen-Tor – nur noch 2:1. Tja, dachte der tschechische Fan, ein Ehrentor sei den Türken doch gegönnt, ein Petr Cech lässt sich schliesslich nicht zweimal am Abend in der kurzen Ecke bezwingen.
Aber es war nicht der Abend des Petr Cech. 87 Minuten waren gespielt, als der Weltklasse-Schlussmann plötzlich zum Fliegenfänger mutierte. Unglaublich wie ihm der Europass durch die Flossen flutschte, direkt in Nihats Latschen, der keine Mühe bekundete ins leere Tor einzunetzen. Wer nun mit einem Elferschiessen rechnete, war zwar nicht allein, hatte die Rechnung aber ohne NIhat gemacht, der nur zwei Minuten nach Cechs Fauxpas mit einem regelrechten Sonntagsknaller die Tschechen aus dem Turnier schoss.
Auch Welttorwarte können also einmal, zweimal an einem Abend daneben greifen. Und um nochmals auf Zubi zurückzukommen: Der Mann, den man mit einem Schachtelkäse vergleichen kann (nicht besonders gut, aber ewig haltbar), hielt gegen Portugal seinen Kasten wunderbar sauber und hat nun nach der WM 2006 auch an der EM 2008 keinen einzigen Gegentreffer einkassieren müssen. Chapeau Zubi – aber bitte… geh jetzt!
Zum Schluss des Schweizer Heim-EM-Abenteuers wurde Geschichte geschrieben! Der 2:0-Sieg gegen Portugal (bzw. gegen das «B-Team» Portugals) bedeutet der erste Sieg einer Schweizer Nationalmannschaft an einer EM-Endrunde. Hakan Yakin konnte sich mit als Doppeltorschütze feiern lassen und reiht sich damit mit insgesamt 3 Toren zu Lukas Podolski auf Platz 2 der aktuellen EURO-Torschützenrangliste. Es war ein anständiger Schlusspunkt der Schweizer Nati an der EURO 2008. Freuen wir uns nun aber auf Othmar Hitzfeld, der uns doch hoffentlich mit einer neuen Nationalmannschaft an die WM 2010 in Südafrika führen wird!
Dass sich die Türken fürs Viertelfinale qualifizieren konnten, ist einer verrückten Schlussphase zu verdanken, Weltklassetormann Petr Cech griff im dümmsten Moment daneben, um Nihat den 2:2-Ausgleich zu ermöglichen, worauf der selbe Spieler nur Sekunden später mit einem Traumtor den 3:2-Sieg klarstellte. Türken-Hüter Volkan brachte dabei das Kunststück fertig, Riese Koller umzuhauen, was ihm aber keine Noten vom Ringrichter sondern den Roten Karton einbrachte.
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Die Schweiz ist raus. Wir Eidgenossen können nun getrost zurücklehnen, um den richtigen Stars bei der Arbeit zuzusehen. Die Portugiesen zum Beispiel lieferten im Spiel gegen Tschechien eine wundervolle Vorstellung ab. Einem Cristiano Ronaldo zuzusehen, wie er zwei Tore vorbereitet und eines selbst erzielt, ist ganz einfach grossartig. Portugal qualifizierte sich dank eines 3:1-Sieges gegen toll spielende Tschechen als erstes Team für die Viertelfinals der EURO 2008. Das Spiel vom Sonntag gegen die Schweiz hat nur noch Freundschaftsspiel-Charakter.
Derweil findet zur selben Zeit der Kracher zwischen Tschechien und der Türkei statt. Die beiden Teams teilen sich nach zwei Partien den zweiten Platz und weisen ausserdem das exakt gleiche Torverhätnis auf (2:3). Endet das Spiel am Sonntag also Unentschieden findet an der EURO 2008 ein absolutes Novum statt: Ein Elfmeterschiessen in den Gruppenspielen. Das Reglement sagt nämlich: «Treffen im abschließenden Gruppenspiel zwei Mannschaften aufeinander, die die gleiche Punktzahl, die gleiche Tordifferenz sowie die gleiche Anzahl erzielter Tore aufweisen, und endet diese Begegnung nach 90 Minuten mit einem Unentschieden, entscheidet ein Elfmeterschießen über die Platzierung. Voraussetzung ist aber, dass in der anderen abschließenden Gruppenbegegnung keine Mannschaft auf die Punktzahl der anderen beiden Mannschaften kommt.»
Österreich steht heute vor einer ähnlichen Aufgabe wie die Schweiz gestern. Nach der unglücklichen Auftaktniederlage gegen Kroatien, gilt es heute die ebenfalls noch punktelosen Polen zum bezwingen. Mit einer ähnlich guten Leistung wie am vergangenen Sonntag könnte dies dem Team von Coach Hickersberger auch gelingen. Ich persönlich glaube fest an einen Austria-Erfolg! Mein Tipp: Österreich – Polen 1:0
Im Vorprogramm der Österreich-Partie wird Deutschlands Form von den Kroaten getestet. Mladen Petric und Company müssen nun mit schwererem Geschütz auffahren, als dass sie es im Startspiel gegen Österreich getan haben. Kroatien ist mit Bestimmtheit ein grösserer Brocken als Polen, welche Deutschland letzten Sonntag noch ohne speziellen Aufwand zu bezwingen vermochte. Auf einen tollen Fight darf man sich freuen. Mein Tipp: Deutschland – Kroatien 1:1
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Wie vor zwei Jahren (4:0 gegen die Ukraine) startete Spanien auch heuer mit vier Toren ins Fussballturnier. Valencias David Villa steuerte gleich drei Treffer zum 4:1-Sieg gegen die Russen bei. In beneidenswerter Form befindet sich auch sein Sturmpartner Fernando Torres, der aber kurz nach der Pause durch Arsenals Fabregas ausgetauscht wurde. SF-Co-Kommentator Toni Polster konnte diese Entscheidung von Spaniens Coach Aragones beim Stand von 2:0 nicht verstehen: «Er sollte jetzt nicht zu defensiv spielen. Das könnte ins Auge gehen!» meinte der ehemalige Austria-Topscorer. Nun ist Fabregas bestimmt kein Pendant zu Torres, einen Stürmer durch einen offensiven Mittelfeldspieler auszutauschen ist allerdings mit Bestimmtheit kein Zeichen, um hinten den Sack zu zu machen…
Die Russen wirkten etwas ratlos. Die Jungs von Guus Hiddink wurden im Vorfeld der EURO von vielen als Geheimfavorit gehandelt. Kumpel Robi setzte sogar einen Lappen darauf, dass das russische Team den Pot holt. Nun ist das 1:4 gegen Spanien (welches auch heuer wieder im Viertelfinale rausfaulen wird) sicherlich noch nicht das Ende des EM-Abenteuers, doch merkte man dem Team eine gewisse Unerfahrenheit deutlich an. Einer wie Arschawin fehlt der Mannschaft in jeglicher Hinsicht. Doch der ist erst wieder für Spiel 3 gegen Schweden spielberechtigt. Russland wird wohl nicht über die Gruppenspiele hinaus kommen und Robi ist um einen Hunderter ärmer.
Was die Griechen im Spiel gegen Schweden zeitweise zeigten, ist Betrug am Stadionbesucher, der sich mühevoll ein EM-Ticket ergattern musste und auch noch eine Menge Kohle dafür ausgegen hat. Minutenlang wurde die Kugel in der Abwehr hin und her gereicht, während auch die Schweden nicht vor hatten, den Griechen ins offene Messer zu laufen und abwarteten. Die 1. Halbzeit zwischen Griechenland und Schweden war das Schrecklichste, was es bis anhin an der EURO 2008 zu sehen gab. In Halbzeit Zwei sorgte wie erwartet Zlatan Ibrahimovic für einen Farbtupfer, als er dem griechischen George Clooney-Keeper Nikopolidis das Ding ins Lattenkreuz hämmerte. Nur kurze Zeit später landete das zweite Ei im Tor der Griechen. Verteidiger Hansson würgte die Pille mit Glück ins Netz des Titelverteidigers.
Beim Spiel der Schweiz gegen die Türkei werden Erinnerungen an jene Nacht von Istanbul im November 2005 wach als sich Türke und Schweizer nicht nur den Arsch versohlten. Nun ist es wieder soweit! An der EURO 2008! Wieder geht es wohl um alles für die beiden Teams. Während die Türkei vor allem verletzte Verteidiger vorzuweisen hat, mangelt es den Schweizern vor allem an Stürmern. Dennoch glaube ich, dass wir die Türkei zu Hause in Basel weghauen werden! Mein Tipp: Schweiz – Türkei 1:0
Im Duell der beiden Erstrundensieger treffen sich, wie schon im Champions League-Final, die beiden Superstars Cristiano Ronaldo und Petr Cech. Dem imponierenden Auftritt gegen die Türken ist es zu verdanken, dass ich auch in diesem Spiel voll auf die Portugiesen setze. Mein Tipp: Tschechien – Portugal 0:2
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Es war ein bitterer Abend für die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft. Gut gespielt, schliesslich aber trotzdem Spiel und Captain Alexander Frei verloren. Tschechien hat den Sieg keineswegs gestohlen. Ein Unentschieden wäre wohl dennoch das gerechte Ergebnis gewesen, doch fehlte den Schweizern zeitweise ganz einfach das Glück. Beim Lattenknaller von Johan Vonlanthen zum Beispiel, aber auch bei zwei Aktionen von Tschechen-Verteidiger Ujfalusi, dem das Leder zweimal im Strafraum an die Hand klatschte. Zwar muss bei beiden Aktionen keineswegs auf Elfmeter entschieden werden… es gibt aber durchaus Schiris, die auf den Punkt gezeigt hätten.
Tja und nun spielen wir am Mittwoch gegen die Türken, welche im weiten Spiel des Eröffnungstages Portugal 0:2 unterlagen, bereits um Sein oder NIchtsein. Wer verliert ist raus aus dem Turnier, ein Unentschieden würde wohl keinem Team wirklich etwas bringen. Nicht einfacher wird die Angelegenheit duch den (mindestens) sechswöchigen Ausfall Alexander Freis und dem Umstand, dass die Schweizer Nati mit Streller und Derdiyok nun bloss noch über zwei Stürmer verfügt. Allerdings könnte man durchaus auch einen Johan Vonlanthen in der Spitze einsetzen.
Es gibt natürlich noch keinen Grund zu kapitulieren. Es sind weiterhin noch two games to go! Köbi Kuhn meinte an der Pressekonfernez jedenfalls «Das Spiel ist zu Ende – die EURO nicht!». Noch nicht…
Heute gibt’s Tore
Unser EURO-Partner Österreich steigt heute ins Turnier ein. Als krasser Aussenseiter werden die Ösis gegen Kroatien mit Bestimmtheit eine gute Falle machen wollen. Dies wird ihnen wohl nur in den Anfangsminuten der Partie gelingen. Kroatien ist für Österreich eine Nummer zu gross. Mein Tipp: Österreich – Kroatien 0:3
Im Abendspiel treffen sich die Deutsche Elf und diejenige aus Polen zur Neuauflage des WM-Gruppenspiels von 2006. Damals netzte Oliver Neuville in der letzten Spielminute zum 1:0 ein. Heute wird die Sache nicht mehr derart knapp werden. Die Löw-Jungs sind tipptopp auf die EURO eingestimmt, das Team ist eingespielt. Mein Tipp: Deutschland – Polen 3:0
Es geht los! Am Samstag um punkt 18.00 Uhr ist das Bier kalt und das Steak schön durchgebraten (Salate sind für Karnickel!). Das Leben macht ab diesem Zeitpunkt plötzlich wieder Sinn. Es ist EM-Time! Drei Wochen lang Fussball all you can eat!
Noch schöner wäre ja, wenn unsere geliebte Schweizer Nati das Startspiel nicht gleich verbocken würde. Mit einem Unentschieden gegen ein ordentlich starkes Tschechien könnte ein Grossteil der Bevölkerung sicherlich leben. Eine Niederlage würde etwas auf die Stimmung drücken, wobei wir bei einem Schweizer Sieg ganz sicher noch ein kühles Helles extra hinter die Binde pfeifen würden.
EM-Eröffnungsspiele haben seit 1988 folgendermassen geendet: 1:1, 1:1, 1:1, 2:1, 1:2. Eine Torflut ist also rein nach Statistik völlig auszuschliessen. Wenn man bedenkt, dass die Schweiz nicht gerade über einen Paradeangriff verfügt und die tschechischen Stürmer a) sich gerade in einer Krise befinden (Baros) beziehungsweise b) gerade in die 2. Bundesliga abgestiegen sind (Koller), ist dies auch nicht unbedingt zu erwarten. Auf einem glittschigen Terrain werden sich die beiden Teams in Halbzeit 1 vor Nervosität beschnuppern, wobei in der 2. Halbzeit auf je einer Seite ein Tor fallen wird. Mein Tipp: Schweiz – Tschechien 1:1
Im zweiten Spiel des Tages/des Abend/der EM (Yes! It’s EM!!!) treffen sich die Jungs aus Portugal und der Türkei in Genf. Wir sind gespannt, ob Portugals Wunderknabe Christiano Ronaldo dort anzuknüpfen vermag, wo er im Verein-Championat aufgehört hat oder ob bereits am Samstagabend bittere Tränen fliessen werden. Angesichts des türkischen Lazaretts sowie der Ausmusterung einiger erfahrenen Teamstützen glaube ich persönlich eher an einen Portugal-Erfolg denn an ein Türken-Triumph. Mein Tipp: Portugal – Türkei 2:1
Noch 10 Tage bis zur EURO 2008. Die Teilnehmerländer testen ihre Form gegen Teams, welche vorzugsweise der Spielart ihrer EM-Kontrahenten nahe kommen. So haute die Schweizer Nati am vergangenen Samstag die Slowaken 2:0 weg weil man das Spiel gegen die Tschechen «simulieren» wollte. Die Türken taten dies schon Tage zuvor, indem sie 1:0 gewinnen konnten.
Startgegner Tschechien überzeugte in Prag beim 2:0-Erfolg gegen Litauen. Besonders ihr «Riesenbaby» im Sturm scheint rechtzeitig zum Aufeinandertreffen mit unserem Schweizer Team auf Höchstform aufzulaufen. Der Nürnberger erzielte beide Tore und bildete zusammen mit Mittelfeldmann Jankulowski und Torwart Cech die Achse im Spiel der Tschechen.
Währendessen verkrampfte sich Deutschland beim Test gegen Weissrussland beim 2:2 in Kaiserslautern, wobei die DFB-Elf eine gemütliche 2:0-Führung verspielte. Die Schuld gibt die Presse zum einen dem Lieblingsopfer Jens Lehmann, zum anderen den vielen Auswechslungen in Halbzeit Zwei durch den zahnwehgeplagten Teamchef Jogi Löw.
Co-Gastgeber Österreich seinerseits konnte die Übung gegen Nigeria erneut nicht siegreich gestalten. Experten wollen beim 1:1 jedoch einige Lichtblicke im Spiel des Austria-Teams gesehen haben.
Derweil zerbrechen sich die Teamverantwortlichen einiger EM-Teilnehmerländer die Köpfe. Heute verstreicht nämlich die Meldefrist für die 23-Mann-Kader. Bei den Deutschen sind es beispielsweise noch drei, bei Italien einer und im Schweizer Team zwei Spieler, die zuviel mit an Board sind.
Bei der Deutschen Elf geht man davon aus, dass es die Herren Jones, Helmes und Trochowski treffen könnte, welche ihre Ferien planen können. Allerdings ist auch Deutschland Fussballer des Jahres Mario Gomes ein (verletzungsbedingter) Wackelkandidat.
Italiens Coach Roberto Donadoni dürfte einen Stürmer streichen. Antonio Cassano, Antonio Di Natale und Fabio Quagliarella sind die Favoriten dafür.
Und Köbi Kuhn – der will bereits wissen, wer er nach Hause schicken wird. Ein Innenverteidiger soll es mit Bestimmtheit sein und dabei soll die Wahl auf einen aus dem Duo Eggimann/Grichting fallen. Mario Eggimann vom Karlsruher SC, der auf die kommende Saison zu Hannover 96 wechselt, hat eine äusserst erfolgreiche Saison hinter sich. Kein Bundesliga-Verteidiger vermochte in der abgelaufenen Spielzeit mehr Tore zu erzielen als der Aargauer. Stéphane Grichting vom Ligue 1-Verein Auxerre wird jedoch allgemein im 23er Kader der Schweizer Equipe erwartet, da Erfahrung und Abstimmung mit den anderen drei (französisch sprechenden) Innenverteidigern für den Romand sprechen.
Ein weiterer Mann, der über die Klippe springen muss, könnte Benjamin Huggel sein, wobei auch Ricardo Cabanas sein EM-Ticket noch nicht auf sicher glauben dürfte.






